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Lisa Felicitas, die jüngere der beiden Schwestern, ist seit ihrer Kindheit ein echtes Kind des Ostseeblicks. Sie ist mit und im Hotel ihrer Eltern groß geworden. „Für mich war das ein Abenteuerspielplatz, auf dem immer etwas los war. Mal spannend, mal kurios, aber jeden Tag anders“, erinnert sie sich. Doch nach dem Abi will sie raus in die Welt. Nach einer Work-and-Travel-Auszeit in Neuseeland, einem Studium in Berlin und ersten Berufserfahrungen im Marketing, hat sie sich 2020 ganz bewusst für die Rückkehr auf die Insel und ins Familienunternehmen entschieden.

Never stop dreaming.

„Ich habe mich mit einer Präsentation über meine Fähigkeiten und meine Ideen bei meinen Eltern vorgestellt. Damit sie sich ein Bild machen können, ob es passt“, erzählt Lisa. Und das, was Lisa mitbringt, passt perfekt. Zum Haus. Und zur Philosophie von Sibylle und Uwe. Lisas erste Herausforderung hat es allerdings in sich. Denn kurz nach ihrem Einstieg ins Familienunternehmen sorgt Corona für einen Lockdown. Die Familie macht das Beste daraus und gestaltet den Wellnessbereich neu. „Hier konnte und durfte ich mich einbringen“, freut Lisa sich.

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Lisa liebt klare Vorstellungen und konkrete Pläne. Eigenschaften, die sie mit ihrer älteren Schwester Muriel teilt. „Unsere Eltern sind viel spontaner“, sind sich beide einig. 15 Jahre ist Muriel älter als Lisa und sie kann sich noch ganz genau an den ersten Urlaub auf Usedom erinnern: „Da prallten Welten aufeinander.“ Oft steht Muriel in den Schulferien als Spülerin in der Küche. Doch nach dem Abitur geht auch sie erst einmal eigene Wege, studiert in Köln Jura, gründet eine Familie, bekommt ebenfalls zwei Töchter und wird Anwältin für Familienrecht. Häufig berät sie die Eltern in Rechtsfragen. „Irgendwann hat Lisi gefragt, wann ich denn nach Heringsdorf komme“, erzählt sie. Und diese Frage habe sie nicht wieder losgelassen. Denn sie wusste immer, dass sie eines Tages ins Ostseeblick kommen würde. Und seit 2025 ist Muriel nun ebenfalls Teil des Familienunternehmens.

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Die Familie und das, was sie mit aller Hingabe aufgebaut hat, steht für die beiden Schwestern an erster Stelle. „Denn das Ostseeblick ist etwas sehr Wertvolles, mit dem wir verantwortungsvoll in die Zukunft gehen wollen. Wir wollen die Einzigartigkeit und den besonderen Charakter erhalten und weiterentwickeln. Vielleicht werden wir ja irgendwann der Place to be, das Negresco, der Ostseeküste“, schwärmt Muriel mit einem Augenzwinkern. Träume für Projekte im Haus haben die beiden einige. Damit es auch in Zukunft ein Ort ist, an dem sich Menschen gut aufgehoben und wohlfühlen und an dem sie Urlaubsträume erleben, die sie noch lange nach ihrer Abreise in sich tragen. Ein Ort, der bleibt. Denn auch darin ist sich die nächste Generation der Familie Wehrmann einig: „We never stop dreaming!“

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